Vernetzung und Organisation
Vernetzung und Organisation sind Voraussetzungen für erfolgreiche und umfassende Alphabetisierungs- und Grundbildungsarbeit. Die Zielgruppe sind bildungsferne und oftmals schwer erreichbare Personen. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an Beratung, Begleitung und Netzwerkarbeit.
Chancen auf Akzeptanz haben Angebote nur, wenn sie den Bedürfnissen der Zielgruppe genau entsprechen. Bildungsberatung sollte daher sozialraumnah stattfinden. Übergänge von Grundbildung zum Nachholen von Schulabschlüssen und zu Formen der Berufsausbildung müssen geschaffen, die Finanzierung der Angebote muss sichergestellt werden. Die relevanten Akteure in der Region müssen sich untereinander vernetzen. Die Bedürfnisse von Menschen mit Grundbildungsdefiziten müssen bei der regionalen Bildungsplanung berücksichtigt werden.
Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, über Grundbildung zu informieren, ihre gesellschaftliche Relevanz aufzuzeigen und darzustellen, warum sich Investitionen in Grundbildung lohnen. Dazu bedarf es nicht nur überzeugender Argumente, sondern auch eines tragfähigen Netzwerks, dessen Mitglieder diese Argumente in die relevanten Gremien tragen. In Potsdam wurde hierzu ein Grundsatzpapier erarbeitet.
Auf den folgenden Seiten finden Sie Konzepte, Erfahrungsberichte und Materialien zur sozialintegrativen Alphabetisierung, zum Netzwerkmanagement und zur Finanzierung von Grundbildungsangeboten.
Ankündigung
Im Frühjahr 2011 wird im Bertelsmann-Verlag der Sammelband "Ein Grund für Bildung?! Konzepte, Forschungsergebnisse, Praxisbeispiele und Perspektiven zu integrativer Grundbildung" erscheinen:
Sowohl aus individueller Sicht als auch aus gesellschaftlicher Perspektive gibt es mehr als einen Grund, bildungsfernen Zielgruppen einen Zugang zu Grund- und Weiterbildung zu verschaffen. Mit Bildung alleine kann das Ziel verbesserter gesellschaftlicher Teilhabe jedoch nicht erreicht werden. Insofern braucht es einen breiteren Ansatz, wie er in der sozialintegrativen Alphabetisierung und Grundbildung angelegt ist. In diesem Buch werden diesbezügliche konzeptionelle Überlegungen, empirische Ergebnisse sowie konkrete Ansätze, die einen Zugang zur Bildung aber auch Zugänge zu anderen Kontexten durch Bildung anschaulich darstellen, vorgestellt. Darüber hinaus wird dargelegt, in welcher Form die für diese Ansätze erforderlichen regionalen Bündnisse geschaffen werden können. Abschließend wird diskutiert, welche Potenziale und Forderungen sich für die Gestaltung regionaler Bildungslandschaften sowie die bildungspolitischen Rahmenbedingungen ergeben.

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