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Netzwerke

Ein soziales Netzwerk stellt einen vorübergehenden, losen Zusammenschluss von eigenständigen Akteuren dar. Die Beziehungen der Beteiligten sind nicht hierarchisiert, sondern beruhen auf Verhandlungen und Konsensbildung. Netzwerke sind organisatorisch offen, d.h. der Kreis der Akteure ändert sich laufend. Die Mitwirkenden investieren Zeit, Kompetenzen und Informationen mit der Absicht, die eigenen Ziele besser zu erreichen. Dies gelingt, wenn die Netzwerkpartner kompatible, sich ergänzende Ressourcen und Kompetenzen einbringen. „Zur Erreichung eines Kooperationsmehrwerts ist es erforderlich, die Bündelung der Ressourcen auf ein gemeinsames Ziel hin auszurichten, das die unterschiedlichen Interessen der einzelnen Partner integriert.“ (Straßheim & Oppen 2006, S. 18 f.). Voraussetzung für das Gelingen von Netzwerken sind daher in erster Linie geeignete Kommunikationsstrukturen und eine auf gegenseitigem Vertrauen gründende Kooperationskultur.

Kooperationen

Volkshochschulen arbeiten vorrangig mit anderen Einrichtungen zusammen, wenn es um die Vermittlung von Teilnehmern in Kurse der VHS bzw. umgekehrt in Beratungsangebote der Partnerinstitutionen geht (siehe auch Menüpunkt Daten und Fakten/Erhebungen). Insgesamt kooperieren 92 % der VHS mit ARGEn, 83 % mit Sozialämtern, 45 % mit Erwerbsloseninitiativen und 35 % mit Schuldnerberatungsstellen. Bei der Entwicklung und Durchführung von gemeinsamen Angeboten sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten VHS jedoch lediglich mit den ARGEn in nennenswertem Umfang zusammen. Als weitere Kooperationspartner werden Wohlfahrtsverbände, Behinderteneinrichtungen, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen genannt.

Die Befragung gibt Aufschluss über tatsächliche Kooperationspartner und gewünschte Kooperationspartner.

Prinzipien der Netzwerkentwicklung

Die Zusammenarbeit von Akteuren aus unterschiedlichen Organisationen und Fachrichtungen ist in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung:

- Vor dem Hintergrund unterschiedlicher gesellschaftlicher Aufträge und organisationsspezifischer Leitbilder unterscheiden sich auch die Ziele und Erfolgsmaßstäbe.
- Betroffene werden aus verschiedenen Blickwinkeln wahrgenommen, ihre Lebenslage, ihr Bedarf und ihr Potenzial werden somit unterschiedlich bewertet.
- Handlungsformen und -kompetenzen und damit verbundene finanzielle Möglichkeiten, Entscheidungsspielräume sowie zeitliche Horizonte sind verschieden.
- Verbunden mit verschiedenen Handlungskontexten ist auch der organisations- und professionsbezogene Fachjargon ein jeweils eigener.

Die Prinzipien der Netzwerkentwicklung können hilfreich beim Aufbau von Netzwerken sein. Gelingende Zusammenarbeit im Netzwerk lebt davon, dass eine gemeinsame Basis gefunden wird. Da die Akteure vor dem Hintergrund des Auftrags ihrer Organisation unterschiedliche Interessen mit ihrer Mitwirkung verbinden, sind hierfür gut moderierte Aushandlungsprozesse entscheidend. Weitere Informationen

 
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