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Auftakt an den InSole-Modellstandorten

Das Handlungsfeld „Quartiersmanagement“ bietet besonderes Potential

Dank der vorliegenden  Ergebnisse der Fachkräftebefragung PDF-Datei 606,85 kB, die  InSole während der ersten Projektmonate durchführte, kann bei der nun folgenden Auswahl der Modellstandorte auf aussagekräftige Erkenntnisse zurückgegriffen werden:

Partnerwahl

Durchschnittlich 40 Ratsuchende pro Monat betreut eine Fachkraft bei sozialen Trägern. Bei 11-20 Prozent vermuten die Berater*innen Lese-und Schreibschwierigkeiten, häufig sprechen die Betroffenen dieses Thema von sich aus an. Hier bestätigt sich, dass in sozialen Anlaufstellen viele Menschen mit geringer Literalität persönlich und an einem für sie vertrauten Ort angetroffen werden können.

 

Besonders häufig nehmen die Fachkräfte geringe Literalität in den Handlungsfeldern "Sucht- und Gefährdetenhilfe", "Straffälligenhilfe", "Armut- und Grundsicherung", "Arbeit und Arbeitslosigkeit", "Schuldnerberatung" und "Migration" wahr. So hat sich das Projektteam bei der Auswahl der Modellstandorte entschieden, den Ansatz des Quartiersmanagements besonders zu berücksichtigen. Doch was steckt dahinter? Hier werden diverse soziale Handlungsfelder im Sozialraum vernetzt, um gemeinsam mit verschiedenen Akteuren die Stadtteilentwicklung zu organisieren.

Ein weiteres Kriterium für die Auswahl der Modellstandorte war, dass eine vhs als erfahrener Anbieter von Lese- und Schreiblernkursen vor Ort sein muss, um erprobte Bildungsangebote in den Sozialraum zu tragen. Schließlich fiel die Wahl auf folgende Kooperationspartner:

  • vhs Bochum und QBS Gewerkstatt gGmbH im Sozialraum Bochum-Rosenberg
  • vhs Dortmund und Stadtteil-Schule Dortmund e.V. im Sozialraum Dortmund-Borsigplatz
  • vhs Remscheid und "Der Schlawiner gGmbH" im Sozialraum Remscheid-Lüttringhausen

Start der Zusammenarbeit vor Ort

Ende Februar haben die Auftaktveranstaltungen an den Modellstandorten stattgefunden, bei der die Vertretungen der Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW, der Volkshochschulen und des InSole-Projektteams zusammenkamen. Schon während dieser ersten Sitzung wurde deutlich, dass die Träger sozialer Arbeit den guten Kontakt zur Volkshochschule und ihren Lernangeboten und die Volkshochschule wiederum den direkten Zugang zu den Menschen im Quartier sehr schätzen. Das gemeinsame Ziel, allen Menschen den Zugang zur Lese- und Schreibförderung zu ermöglichen, wurde von allen Seiten bekräftigt.

Hier sehen Sie einen Ausschnitt der Erwartungsabfrage bei den Kooperationspartnern während der Auftaktveranstaltung an den Modellstandorten ...

... Dortmund
... Remscheid

Wie geht es weiter?

An den Modellstandorten wird das Vorhaben InSole Workshops durchführen, um die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsfeldern Weiterbildung und Sozialarbeit zu stärken. Hierzu wird Hintergrundwissen zum Thema geringe Literalität vermittelt, Ansprachetipps gegenüber möglichen Betroffenen gegeben und mögliche Motive für gering literalisierte Erwachsene zur Teilnahme an Lernangeboten werden diskutiert.
Gemeinsam mit den Kursleitenden der Volkshochschulen und den Fachkräften der Mitgliedsorganisation des Paritätischen werden informelle und niedrigschwellige Lernangebote entwickelt und im Sozialraum angeboten, um die Motivation zur Teilnahme an strukturierten Lernangeboten zu stärken.
Die Thematik geringe Literalität und auch die Möglichkeit des Schriftspracherwerbs werden durch die Zusammenarbeit der Kooperationspartner – Der Paritätische NRW, DVV, örtlichen Volkshochschulen und der Sozialträger vor Ort – öffentlich beworben.
Insbesondere die Produkte des DVV werden in den Lernangeboten und darüber hinaus auch bei den Sozialträgern bekannt gemacht.

Sozialraum Bochum-Rosenberg

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • InSole
  • InSole
  • OpenStreetMap-Mitwirkende, https://www.openstreetmap.org/copyright

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