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Kurse kreativ gestalten – mit digitalen Tools

Caroline Baetge ist pädagogische Mitarbeiterin an der vhs Leipzig , wo sie mediengestützte Formate und Angebote entwickelt. In Anlehnung an ihre Online-Session fasst sie im Folgenden die wichtigsten Punkte zusammen, die es bei der Integration von digitalen Tools im Unterricht zu beachten gibt.

Caroline Baetge, Pädagogische Mitarbeiterin für Erweitere Lernwelten (vhs Leipzig)

Digitale Tools sorgen für Abwechslung, können Teilnehmer*innen aktivieren und Inhalte besser vermitteln – so einige verbreitete Annahmen. Doch wann eignet sich der Einsatz von Tools in der Lehre wirklich und was sollte man beachten? 

Unter „digitalen Tools“ verstehen wir Hilfsmittel und -instrumente, um Lernziele zu erreichen, d.h. Anwendungen, Software, Apps, Werkzeuge etc. Viele sind sowohl für Präsenz- als auch für Onlinekurse nützlich. Neben Tools, die explizit für den Fachbereich Grundbildung geeignet sind (z.B. digitale Assistenzsoftware) lohnt sich ein offener, neugieriger Blick auf das breite Angebot an Tools, die für Lehre und Lernen eingesetzt werden können. Die Auswahl ist abhängig von persönlichen Vorlieben und Erfahrungen der Lehrkraft, von der Passung zur Zielgruppe und von Stärken und Schwächen der Werkzeuge selbst. Oft gibt es verschiedene Tools, die Ähnliches „können“ – hier lohnt es sich, auszuprobieren, offen zu sein für Neues und sich ein persönliches Repertoire an „Lieblings“-Tools zurechtzulegen, die für das eigene Angebot und die Zielgruppe verlässlich funktionieren.

Digitale Tools können verschiedene Vorteile für die Teilnehmer*innen haben: Sie können abwechslungsreich, motivierend, aktivierend und unterhaltsam sein sowie individuelle Lernprozesse und zeit- und ortsunabhängige Kommunikation ermöglichen. Einige Tools sind vorrangig visuell und auditiv orientiert, nicht schriftbasiert, sodass sie für bestimmte Zielgruppen besonders geeignet sind (z.B. bei eingeschränkter Motorik, Seh- und Hörkraft).

Medienkompetenz ist außerdem eine Schlüsselkompetenz in der heutigen Gesellschaft, da Medien in allen Lebensbereichen eine Rolle spielen, sodass der souveräne Umgang mit Medien zur Teilhabe an der Gesellschaft beiträgt. Besonders wenn Teilnehmer*innen selbst (digitale) Medienprodukte oder -inhalte produzieren, entfaltet medienpädagogische Arbeit ihr demokratisches und partizipatives Potenzial: Teilnehmer*innen können kreativ und multimedial ihren Standpunkt ausdrücken und sich darüber an gesellschaftlichen Debatten beteiligen. Außerdem kann dies zur Steigerung des Selbstwertes und Selbstbewusstseins beitragen und damit auch zur Selbstwirksamkeit.


In meiner Online-Session testeten wir gemeinsam folgende digitale Tools: Mentimeter, Etherpad, Story Dice, Comic Life, Stop Motion Studio, Actionbound und Kahoot. Im Anschluss wurde sich in kleinen Arbeitsgruppen über die Vor-und Nachteile der Tools ausgetauscht. 

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch folgendes mit auf den Weg geben: Trauen Sie sich! Probieren Sie verschiedene digitale Tools aus und finden Sie die geeigneten Anwendungen für Ihren Unterricht. 

Hinweis

Die Aufzeichnung zur Online-Session "Kurse kreativ gestalten - mit digitalen Tools" finden Sie in der  Mediathek.

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Bildnachweise

  • Baetge

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