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Grundbildung.de

„AZUBIs müssen rechnen können“

Bochumer Kfz-Meister sagt, was für ihn zählt

Das DVV-Rahmencurriculum Rechnen erleichtert professionellen Unterricht mit Erwachsenen, die nicht oder nur schlecht rechnen können. In einem kurzen Film wollen wir zeigen, warum Rechenkenntnisse für junge Leute zukunftsentscheidend sein können. Schauplatz ist Bochum. Einige unserer Interviewpartner*innen stellen wir Ihnen im Werkstattblick vor. Mehr demnächst in unserem Infofilm.

Dr. Angela Rustemeyer, veröffentlicht am 2.3.2020

KfZ-Meister Michael Dittmar

Bochum-Weitmar hat, was man so braucht: ein paar Geschäfte, Stehcafés mit Sitzgelegenheit und saisonweise auch einen Weihnachtsbaumverkauf. Außerdem direkt neben dreistöckigen Mehrfamilienhäusern ein kleines Gewerbebiet. Der Parkplatz vor der Kfz-Werkstatt Dittmar und Stachowiak ist gut gefüllt mit PKW und Kleinlastern. 

Das Rahmencurriculum-Team des DVV hat Michael Dittmar um ein Interview gebeten. Thema: mangelnde Rechenkenntnisse bei AZUBIs. Als Lehrlingswart der Innung wirbt Dittmar in Schulen für die Ausbildung im Kfz-Handwerk und kümmert sich um die Beziehungen zwischen Betrieben und Berufsschulen. Er kennt die jungen Leute, die in Bochum den Berufseinstieg suchen. Er beobachtet sie mit Sympathie, aber auch mit dem Blick des Unternehmers, der qualifiziertes Personal braucht.

Der Auftritt vor der Kamera ist für Dittmar nichts Ungewohntes, er ist ein beliebter Interviewpartner in Sachen Ausbildung. Ungewohnt ist hingegen das Thema des DVV-Interviews. Und doch irgendwie Alltag. Menschen, die schlecht rechnen können, trifft Dittmar in der Bäckerei hinter der Kasse an, aber auch unter den (potenziellen) Azubis: Immer wieder fällt ihm auf, dass selbst einfache Rechenaufgaben in Prüfungen gerne umgangen werden oder dass Praktikant*innen mit der Berechnung eines Öltankinhalts oder Reifenumfangs überfordert sind.

Auf Bochum lässt Dittmar nichts kommen. Über die immer noch hohe Arbeitslosigkeit spricht er sichtlich ungern. Dabei macht er schon deutlich, dass bessere Chancen hat, wer sich als Erwachsener aufs Lernen einlässt. Kurse in Volkshochschulen für Erwachsene mit geringen Rechenkenntnissen findet er gut. Von Bewerber*innen verlangt er keine Glanznoten. Aber rechnen müssen sie schon können.


Autorin

Dr. Angela Rustemeyer arbeitet beim Deutschen Volkshochschul-Verband als Projektleiterin im Projekt Rahmencurriculum und abschlussorientierte Grundbildung (Transfer).

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Bildungsfilm (www.bildungsfilm.de)
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  • Fotoatelier Herff

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