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Die Alpha-Kurzdiagnostik

Die Alpha-Kurzdiagnostik wurde im Auftrag des Deutschen Volkshochschul-Verbandes von Lese- und Schreibdidaktikerinnen und Schreibdidaktikern entwickelt.

Die Alpha-Kurzdiagnostik ist ein einfaches und schnelles Instrument zur Einschätzung von Lese- und Schreibkompetenzen. Mit der Kurzdiagnostik können Sie ermitteln, welchen Kurs und welches Lernmaterial Ihre Teilnehmerin oder Ihr Teilnehmer braucht. Für die Lernberatung vor Kursbeginn und im Kurs.

Das nachfolgende Dokument unterliegt den aktuellen  DVV-Lizenzbestimmungen.

Bei routinierter Anleitung nimmt das Verfahren mitsamt Auswertung weniger als eine Stunde in Anspruch. Die Alpha-Kurzdiagnostik für Schreiben umfasst zwei Aufgaben mit nur neun Wörtern, um den Alpha-Level der teilnehmenden Person einzuschätzen. Bei Bedarf kann in weiteren fünf Aufgaben genauer überprüft werden, welche Schreibkompetenzen vorhanden sind. Im Bereich Lesen wird insbesondere die Leseflüssigkeit als Voraussetzung für das Leseverstehen ermittelt. Dafür enthält die Alpha-Kurzdiagnostik abgestufte Aufgaben auf Buchstaben-, Wort-, Satz- und Textebene. In Lautleseprotokollen können richtig und falsch gelesene Wörter erfasst werden. Die Einstufung des individuellen Lernstands erleichtert die Wahl des passenden Lernangebots ebenso wie die gezielte Auswahl passender Unterrichtsmaterialien.

Die Alpha-Kurzdiagnostik richtet sich an Menschen mit guten mündlichen Deutschkenntnissen. „Eine gezielte Steuerung in passende Bildungsangebote ist essentiell. Für die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe ist neben der Sprechfähigkeit auch die deutsche Schriftsprache unerlässlich“, betont DVV-Direktor Ulrich Aengenvoort.

Die Einteilung der Alpha-Levels stützt sich auf die LEO-Studie 2018. Darin hat die Universität Hamburg nachgewiesen, wie weit geringe Literalität in Deutschland verbreitet ist.

Die Alpha-Kurzdiagnostik ist mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im DVV-Projekt „Rahmencurriculum und Kurskonzept für die abschlussorientierte Grundbildung“ entstanden. Sie basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Bereich Lesen wurde von Prof. Dr. Cornelia Rosebrock und Dr. Daniel Scherf (Goethe-Universität Frankfurt am Main) entwickelt, der Bereich Schreiben von Prof. Dr. Jakob Ossner (Rat für deutsche Rechtschreibung).

Das DVV-Projekt „Rahmencurriculum“ bietet eine umfangreiche Sammlung an Unterrichtsmaterialien für die Grundbildungsbereiche Lesen, Schreiben und bald auch Rechnen, zum Teil berufsbezogen. Angebote zur Grundbildung und zum Nachholen von Schulabschlüssen sind ein wichtiger Schwerpunkt des vhs-Kursprogramms und der wachstumsstärkste Programmbereich der Volkshochschulen in Deutschland.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Gisela Lorenz

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